| Wort |
Definition |
| Legenot |
Ursache:
Falsche Fütterung mit zu fettem oder auch mineralstoffarmen Futter sind die häufigsten Ursachen der Legenot. Streß oder Kälte und auch Geschlechtskrankheiten können zur Legenot führen.
Symptome:
Das allgemeine Verhalten des Vogel verändert sich. Oft läßt das Weibchen die Flügel hängen und sitzt teilnahmslos auf der Stange. Andere wiederum verhalten sich auffällig unruhig und picken ständig im Kloackenbereich.
Behandlung:
Mit Hilfe von Fett oder Schleim versucht der Tierarzt das Ei massierend, vorsichtig zum Kloackeausgang zu befördern. Sollte dies nicht gelingen wird der Tierarzt das Ei mit einer Operation entfernen.
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| Aspergillose |
Aspergillose ist eine Infektion verursacht durch Schimmelpilz. Am häufigsten wird hier die Lungen und Luftsäcke befallen. Die Krankheit verläuft chronisch, eine Heilung ist nur selten und sehr schwierig möglich.
Ursache:
Die Schimmelpilzinfektion wird sehr oft durch schlechtes oder altes und feuchtes Körnerfutter, Erdnüsse, mangelnde Luftfeuchtigkeit, Streß, mangelnde Hygiene und auch durch zu wenig Freiflug ausgelöst. Die vorgenannten Faktoren führen zu einer Schwächung des Immunsystem. Dadurch können sich die Schimmelpilze wie ein Rasen über die Atmungsorgane legen. Neben der Schädigung der Atmungsorgane können auch andere lebenswichtige Organe wie Leber, Nieren u.a. geschädigt werden, es können sich Krebstumore bilden. Aspergillose kann auch durch die Atemluft übertragen werden, als Ursache dafür kann unter anderem auch Schimmelpilzbefall (feuchte Wände usw.) in der Wohnung möglich sein
Symptome:
Vermehrtes Niesen, häufiges Gähnen, aufgeplustertes und teilnahmsloses herumsitzen, Appetitlosigkeit mit rascher Gewichtsabnahme, Atemprobleme bei Belastung durch fliegen und herumtoben oder auch durch Aufregung. Auch das vermehrte Strecken des Halses und kratzen im Gesicht kann ein Anzeichen dieser Infektion sein.
Diagnose:
Aspergillose kann nur sehr schwer diagnostiziert werden. Meist auch erst dann, wenn der Vogel schon hochgradig befallen ist. Der vogelkundige Tierarzt wird einen Abstrich vornehmen und den Vogel röntgen. Auf dem Röntgenbild wird dann eine Schattenbildung in den Atmungsorganen zu sehen sein, die auf eine Schimmelpilzinfektion deutet.
Behandlung:
Bei frühzeitiger Erkennung der Infektion wird der Tierarzt den Vogel mit einem Antimykotikum (pilzhemmendes Mittel) behandeln. Diese Mittel sind aber stark leberschädigend, sodass anschließend eine Behandlung mit Leberschutzpräparaten wie z.B. Anymin und zusätzlichen Vitaminen des A-Komplexes erfolgen |
| Blutkiel |
Ein Blutkiel ist erstmal eigentlich nichts anderes als ein Federkiel. Wenn die Wellis mausern, zupfen sie sich die "toten" Federn heraus, das heißt die Federkiele sind nicht mehr durchblutet. Das ist ja ganz normal, die neue Feder kann dann ganz normal dort nachwachsen.
Ursache:
Ein Blutkiel entsteht nun, sei es durch Verletzung, Kampf zwischen Wellis oder auch durch Selbstbeibringung, wenn ein "lebendiger" Federkiel verletzt wird, bzw. aufgebissen. Da der Federkiel noch durchblutet ist, fließt das Blut nach außen.
Behandlung:
Man muß also auf dem schnellsten Wege diesen Blutkiel ziehen. Allerdings muß das fachmännisch ausgeführt werden. Das Loch, wo der Blutkiel gesessen hat, schließt sich dann von selbst.
Man sollte es sich wie eine Tasche die zugeht vorstellen.
Wenn man nicht sofort einen Tierarzt erreicht oder einen langen Weg dorthin hat, sollte man mindestens 7 Minuten Druck auf die Stelle ausüben, damit man die Blutung stillen kann |
| Bürzeldrüsenerkrankungen |
Ursache:
Diese Arten von Krankheit können durch Verletzungen oder Verschluß der Ausführungsgänge entstehen.
Symptome:
Vernachlässigung der Gefiederpflege und ständiges beknabbern der Bürzeldrüse.
Diagnose:
Bei genauer Untersuchung der Bürzeldrüse kann eine vermehrte Füllung der Drüse entdeckt werden. In diesem Falle handelt es sich um Verstopfung der Drüse. Starke Vergrößerung oder Rötung der Drüse kann in Verbindung mit eitrigem Sekret auf eine Entzündung hin deuten. Bei deutlicher Vergrößerung des Bereiches der Bürzeldrüse, besteht der Verdacht auch auf einen Tumor.
Behandlung:
Wenn es zu einer Verstopfung gekommen ist, kann die Reinigung mit Kamille und anschließender Massage Besserung oder gar Heilung verschaffen.
Die meist bösartigen Tumore können durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden. Bei eitrigen Entzündungen kann durch einen chirurgischen Einsatz das veränderte Gewebe geöffnet und der Eiter ausgeräumt werden.
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| Dermatitis - - Entzündung der Haut |
Ursache:
Bakterien, Pilze oder Parasiten. Kann aber auch als Folge einer Hautverletzung auftreten.
Symptome:
Die Vögel bepicken und scheuern bestimmte Körperstellen. Dadurch werden Hautrötungen, Federausfall oder Schwellungen verstärkt. Es können aber auch größere Wunden entstehen.
Diagnose:
Der Tierarzt entnimmt eine Probe der oberen Hautschicht die nach einer speziellen Vorbehandlung unter dem Mikroskop untersucht wird.
Behandlung:
Um Reizungen und Verschmutzung vorzubeugen, muß Sand aus dem Käfig / Voliere entfernt werden. Entstandene Verunreinigungen oder Borken werden mit Kamillentee aufgeweicht. Über das Trinkwasser sollte Vitamin-A gereicht werden. Zur lokalen Behandlung eignen sich Tinkturen gut, denn sie fetten nicht und ziehen leicht ein. Der Vogel sollte für die Dauer der Behandlung einzeln gehalten werden.
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| EMA-Syndrom - - Hautekzem (Eczema Melopsittacus et |
Ursache:
Wahrscheinlich eine Autoimmunerkrankung. Eventuell kann psychischer oder sozialer Streß als Ursache in Betracht kommen.
Symptome:
Meistens wird zuerst die Flugunfähigkeit beobachtet. Auch das häufige bepicken der Flügelunterhaut kann auf diese Krankheit deuten, sowie gelbbraune Verkrustungen um einen zentralen Hautriss.
Behandlung:
Es können vorübergehend Tinkturen oder austrocknende desinfizierende Medikamente helfen. Eine operative Entfernung der Hautveränderungen ist nur im Anfangsstadium möglich. Zur Therapie gehören begleitende Maßnahmen wie Kürzungen der Krallen und des Schnabels, um größere Verletzungen zu vermeiden. Das Entfernen des Sandes aus dem Käfig sollte ebenfalls erfolgen.
Eine Heilung wird bis heute allerdings leider ausgeschlossen.
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| Federlinge - - Mallophagen |
Ursache:
Federlinge treten auch bei gesunden Vögeln auf, richten aber nicht großen Schaden anrichten. Teilweise kann das Gefieder recht zerfranst aussehen, weil die Federlinge es "fressen". Ist der Vogel erkrankt und kann der Gefiederpflege nicht genügend nachkommen, kommt es zur massenhafter Vermehrung dieser Parasiten.
Symptome:
Der Vogel leidet unter Juckreiz ist sehr unruhig und benagt ständig das Gefieder.
Behandlung:
Kontaktinsektizide aus der Gruppe der Carbamate oder Pyrethrumderivate werden auf das Gefieder aufgetragen. Nach 10 Tagen sollte diese Behandlung wiederholt werden.
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| Fettleibigkeit - - Adipositas |
Ursache:
Meist falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.
Symptome:
Es ist eine deutlich zunehmende Trägheit der Tiere festzustellen. Zusehen sind auch sehr deutliche Verdickungen, die sich unter dem Federkleid hervorheben.
Der Vogel wird zunehmend flugunfähig.
Behandlung:
Es sollte eine "Diät" angesetzt werden. Dabei ist die tägliche Futterration auf die Hälfte zu reduzieren. Leckereien sind während dieser Zeit nicht zu geben. Statt dessen sollte vermehrt Grünfutter angeboten werden. Sinnvoll ist auch mit dem Vogel Lauftraining und Flugübungen zu machen |
| Französische Mauser - - Rennerkrankheit |
Ursache:
Es wird vermutet das eine Viruskrankheit oder erbliche Ursachen zu dieser Krankheit führen.
Symptome:
Der Vogel verliert alle Schwungfedern der Flügel und die Schwanzfedern, sodass die Tiere flugunfähig werden. Meistens sind nachwachsende Federn mißgebildet.
Behandlung:
Es gibt keine Behandlungsmethoden |
| Gicht |
Ursache:
Die aufgenommenen Eiweiße werden beim Vogel zu Harnsäure abgebaut. Bei Störungen der Nierenfunktion ist eine Entfernung der Harnsäure aus Blut des Vogels nicht mehr gewährleistet und die Stoffe sezten sich in den Gelenken, dem Gewebe und den Eingeweiden ab.
Symptome:
Die geschwollenen Gelenke des Vogels weisen gelbliche Knoten auf. Der Greifreflex geht verloren und der Vogel hat allgemein Mühe sich auf der Sitzstange zu halten.
Behandlung:
Der Vogel sollte ausreichend mit frischem Wasser versorgt werden. Außerdem ist der Fett- und Eiweißanteil im Futter zu senken. In der Regel ist die Gicht nicht heilbar und der Vogel muß eingeschläfert werden.
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| GLS - - Going Light Syndrom / Megabakteriose |
Ursache:
Bis vor kurzem war die Ursache dieser Krankheit noch unbekannt. Heute ist man sich sicher, dass es sich um einen Pilz handelt
Symptome:
Der Vogel nimmt ständig ab, obwohl er ganz normal das Futter zu sich nimmt und sich aus sonst recht wohl fühlt. Er kann das Futter wieder auswürgen und es kann zu Durchfall kommen. Im Kot werden vereinzelt unverdaute Körner gefunden. Die vermehrte Aufnahme von Vogelgrit ist nicht ungewöhnlich.
Diagnose:
Der Tierarzt wird Kotproben mit dem Mikroskop untersuchen und einen "Färbetest" durchführen. Ausserdem wird ein Röntgenbild des Wellensittichs aufgenommen..
Behandlung:
Durch Verabreichung von Antibiotika und Pilzmittel (Ampho-Moronal) kann es zu Behandlungserfolgen kommen. Eine Behandlung ist aber im Allgemeinen fraglich.
Vorbeugend kann eine "Apfelessigkur" durchgeführt werden. Dazu wird 0,1ml Apfelessig auf ca. 20ml Wasser gegeben.
Ich selber gebe meinen "Chaoten" das Apfelessig bis zu drei mal pro Woche.
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| Hexamitiasis |
Ursache/Krankheitserregerr:
Die Hexamitiasis ist eine mit wäßrig-schleimigem, teilweise blutigem Kot einhergehende Darmerkrankung. Das Geißeltierchen "Hexamita columbae" tritt vorwiegend in den Sommer- und Herbstmonaten auf. Es besiedelt vor allem den Enddarm der Tiere. Besonders anfällig sind gerade nestjunge und noch resistenzschwache Vögel. Infizierte Vögel erkranken meist nicht sichtbar, können aber den Erreger in großer Menge mit dem Kot ausscheiden (Dauerausscheider). Die Inkubationszeit beträgt 4-5 Tage.
Symptome:
Akute katarrhalische bis blutige Darmentzündung mit dünnflüssigem, reiswasserähnlichem oder schleimigem, übelriechendem Durchfall.
Erkrankte Vögel verweigern das Futter und trinken vermehrt. Abmagerung und Lebensschwäche sind die Folgen. Besonders Jungtiere erkranken bisweilen so stark, dass der gesamte Darmkanal erfaßt wird und der weiche bis wäßrige Kot mit Blut vermischt ist.
Diagnose:
Hexamiten werden durch mikroskopische Untersuchung am Abstrich der Schleimhaut des Darmes akut erkrankter Vögel nachgewiesen. Die Parasiten sind erkennbar an schnellen, geradeaus gerichteten Bewegungen - im Gegensatz zu Trichomonaden, die sich nur langsam, um die eigene Achse drehend, bewegen.
Ähnliche Krankheitsbilder sind Salmonellose, Paramyxovirus-Infektion, Coli-Infektion, Kokzidiose.
Behandlung:
Bei Nachweis von Hexamiten müßen alle Vögel des Bestandes mit CheviCol behandelt werden.
Bei erhöhtem Trinkwasserbedarf (Brutzeit, Hitze) medikiertes Trinkwasser nicht verdünnen.Die Behandlungsdauer beträgt etwa 5 - 8 Tage.
Während der Behandlungszeit ist kein Badewasser bereitzustellen. Auch frisches Obst oder Gemüse ist nicht anzubieten, da die Vögel sonst das mediktierte Trinkwasser nicht zu sich nehmen würden.
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| Hyperkeratose - - Übermäßige Verhornung der Wachsh |
Vermutlich wird diese Krankheit durch Mangelerscheinungen in der Ernährung verursacht. Auch eine hormonelle Umstellung kann eine solche Krankheit auslösen.
Symptome:
Überwiegend ältere Wellensittichweibchen sind von der übermäßigen Bildung der Schnabelwachshaut betroffen. Die Wachshaut wird krustig und verhornt. Nach einiger Zeit kann das ""Horn" abbröckeln oder, bei erheblicher Verhornung, die Nasenlöcher verstopfen, was zu Atemstörungen führt.
Behandlung:
Mit Salben, die eine auflösende Wirkung haben oder Öl, wird die Wachshaut einige Tage lang eingestrichen. Wenn die Verhornung weich geworden ist, kann sie vorsichtig abgenommen werden. VORSICHT, Verletzungsgefahr!
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| Kropfentzündung |
Ursache:
Durch die Aufnahme von verunreinigtem oder verschimmeltem Futter und Wasser wird die Entzündung der Kropfwand hervorgerufen.
Symptome:
Die Vögel würgen und schleudern das verschleimte Futter heraus. Die Vögel sitzen aufgeplustert auf der Sitzstange.
Diagnose:
Durch vorsichtiges betasten des Kropfes kann eine Veränderung festgestellt werden. Der Tierarzt nimmt einen Abstrich der entzündeten Kropfschleimhaut vor und Untersucht die Probe unter dem Mikroskop.
Behandlung:
Das tägliche Futter sollte in sorgfältig gereinigten Behältern gegeben werden. Am besten ist, wenn zwei Garnituren der Futterschalen vorhanden sind, da nach der Reinigung die Bakterien nicht hundertprozentig abgetötet sind. Rotlichtbestrahlung und Kamillentee oder Salbeitee mit Traubenzucker unterstützt die Heilung. Antibiotika werden über das Futter oder Wasser verabreicht.
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| Lähmung der Beine |
Ursache:
Eingewachsene Ringe, Mangel an Vitamin-B und Druck auf Nerven sind Auslöser für die Lähmungen. Nicht selten sind auch Tumore auf eine Lähmung der Beine zurückzuführen.
Symptome:
Durch fehlende Greifreflexe der Füße, sitzt der Vogel auf der Stange und hat Schwierigkeiten sich festzuhalten. Er benutzt den Schnabel, um sich auf der Stange zu halten.
Behandlung:
Vitamine des B-Komplexes können über das Trinkwasser gereicht werden. Ruhe und Schonung kann Heilung bringen. Sollte ein Tumor als Auslöser diagnostiziert worden sein, so wird eine Behandlung leider kaum noch möglich sein.
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| Leberverfettung |
Ursache:
Leberverfettung ist meist eine Folge von falscher Ernährung, wie übermäßiges Füttern oder einseitiges Futterangebot.
Symptome:
Anfänglich kommt es zu Mauserstörungen und Fettsucht. Später zu eingeschränkter Leberfunktion und Flugunfähigkeit und Atemnot.
Behandlung:
Der Vogel sollte vermehrt Flüssigkeit zu sich nehmen verbunden mit Vitaminen des B-Komplexes. Eine Futterumstellung ist hier unumgänglich. Der Tierarzt wird auch ein Antibiotikum verordnen |
| Lipom - - Fettumor |
Ursache:
Die Ursache dieser Geschwulst im Brustbereich des Wellensittichs ist weitgehend unbekannt. Es handelt sich aber hierbei um einen gutartigen Tumor des Fettgewebes.
Symptome:
Ein auf einer Sitzstange sitzender Vogel weist meist eine deutliche Umfangsvermehrung vor der Stange auf. Diese Umfangsvermehrung ist meist rund bis knollig.
Diagnose:
Häufig kann der Vogel durch die Gewichtszunahme nicht mehr fliegen. Man kann durch Befühlen feststellen, ob es sich um eine harte schmerzhafte Geschwulst (bösartiger Tumor) handelt, oder um eine weich-elastische zum umliegenden Gewebe leicht abgegrenzte Geschwulst handelt.
Behandlung:
Lipome können durch eine strenge Diät wieder schrumpfen. Als Diät empfhielt sich täglich einen Teelöffel Körnerfutter und zusätzlich Knaulgrassamen zu reichen. Obst und Gemüse sollte ebenfalls reichlich angeboten werden.
Wenn ein solcher Tumor beknabbert wird, oder der Vogel deutlich behindert ist, sollte der Tumor operativ entfernt werden.
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| Nierentumor |
Ursache:
Eine genaue Ursache ist bis heute nicht geklärt.
Symptome:
Der Vogel leidet an Lähmungen eines oder beider Beine und eventuell auch an Durchfall. Er wird um den Bauch herum deutlich dicker. Auch sitzt er mit hängenden Flügeln auf seiner Stange und hält ein Bein schlaff auf der Stange. Die Schnabelwachshaut verfärbt sich ständig.
Behandlung:
Leider gibt es keine genügende Behandlung. Eine Operation verläuft oft nicht mit dem gewünschtem Ergebnis.
Ursache:
Zu starkes Rauchen in geschlossenen Räumen und das Beknabbern von Tabak führt zu Vergiftungen.
Symptome:
Der Vogel leidet an Durchfall, der auch blutig werden kann und an zentralnervöse Störungen.
Behandlung:
Dem Vogel wird Medizinahlkohle verabreicht und der Vogel sollte vermehrt Flüssigkeit zu sich nehmen verbunden mit Vitaminen des B-Komplexes. Die Heilung ist abhängig vom Grad der Vergiftung.
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| Papageienkrankheit - - Psittakose |
Ursache:
Die Krankheit wird durch den Erreger Chlamydia psittaci übertragen und erfolgt durch Einatmung von verseuchtem Staub.
Symptome:
Es gibt keine eindeutigen Hinweise auf diese Krankheit. Sie äußert sich durch chronische Atemwegserkrankungen bis hin zum plötzlichem Tode. Im Anfangsstadium sind Entzündungen der Bindehaut, Schnupfen, Niesen oder auch grünlicher Durchfall zu beobachten. Bei unentdeckter Krankheit sterben die Vögel nach ca. 2 - 10 Wochen.
Achtung:
Diese Krankheit ist auch auf den Menschen übertragbar und äußert sich durch grippeähnliche Erscheinungen. Die Untersuchung einer Blutprobe auf Antikörper sollte durch den Hausarzt vorgenommen werden.
Behandlung:
Mit Gabe von Chlortetracyclin durchmischtem Futter und oder Gabe von Antibiotika kann die Krankheit geheilt werden. In seltenen Ausnahmefällen wird die Tötung des Bestandes durch den Amtstierarzt angeordnet.
Wichtiger Hinweis:
Die Papageienkrankheit ist anzeigepflichtig. Bei bestehenden Verdacht hat der Vogelbesitzer oder der Tierarzt das zuständige Veterinäramt zu informieren! Der Amtstierarzt wird dann alle weiteren Schritte veranlassen, bzw. den Bestand in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt betreuen. |
| PBFD (Psittacine beak and feather disease) - Feder |
Ursache:
Der Erreger dieser Krankheit ist ein Circovirus und gilt als hochgradig ansteckend.
Symptome:
Die Krankheit tritt überwiegend bei Jungvöglen (in den ersten 2 Lebensjahren) auf und äußert sich durch abnormales Federwachstum, neugebildete Federn brechen schnell wieder ab. Es kann auch zu Blutungen in den Federschäften kommen. Es kann auch zu Veränderungen des Schnabels führen. Das heißt es kommt zu vermehrtem Wachstum und farblichen Veränderungen des Schnabels. Später kann der Schnabel rissig werden und auch abbrechen. Auch Krallenveränderungen können auftreten. Ein weiteres Symptom ist die Schwächung des Immunsystems, dadurch kommt es zu Sekundärinfektionen.
Diagnose:
PBDF kann durch Untersuchungen frischer Federproben auf den Erreger diagnostiziert werden
Behandlung:
Eine Behandlung dieser Krankheit ist bis Heute nicht bekannt.
Durch verabreichen von Vitaminen und Präparaten die das Immunsystem stärken kann der Allgemeinzustand und das Federwachstum unterstützt werden.
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| Rote Vogelmilbe - - Dermayssus gallinae |
Ursache:
Die rote Vogelmilbe gehört zur Familie der Spinnentiere. Die Vögel werden meistens Nachts befallen und saugen Blut.
Symptome:
Die Tiere sind Nachts sehr unruhig, tagsüber schlafen sie viel und wirken matt und lustlos.
Beim Menschen können stark juckende Hautausschläge auftreten.
Behandlung:
Nach der gründlichen Reinigung des Käfigs sollten Kontaktinsektizide für den Käfig verwendet werden. (Phosphorsäureester, Carbamate) Entbehrliche Gegenstände sollten aus dem Käfig entfernt werden |
| Schnabelräude - - Cnemidocoptes pilae |
Ursache:
Eshandelt sich hierbei um eine Milbenart, die von den Elterntieren auf die Nestlinge übertragen werden.
Symptome:
Die ersten Anzeichen sind borkigen, weiße Schnabelveränderungen. Die Kloakengegend, die Ständer und die Umgebung der Augen werden mit Fortschreiten der Krankheit befallen. Das Schnabelhorn verfärbt sich weißlich und wird porös.
Behandlung:
Es empfiehlt sich ein Antiparasitikum (z.B. Ivomec) auf die Rückenhaut aufzuträufeln. 'Ivomec ist ein hochwirksames Mittel gegen Parasiten und sollte nur von einem Tierarzt verabreicht werden.
Es kann aber auch eine borkenaufweichende Salbe aufgetragen werden und zusätzlich Mittel gegen Parasiten zur örtlichen Behandlung. Behandlungen mit Parafinöl sind auch geeignet und sollte ca. 14 Tage lang durchgeführt werden. Nach etwa 4 Wochen ist die Behandlung zu wiederholen, damit die nachgeschlüpften Larven abgetötet werden.
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| Schnupfen |
Ursache:
Haltung bei zu trockener Luft, in zügigen Räumen und Vitamin-A Mangel sowie infektiöse Erkrankungen sind die häufigsten Ursachen für Schnupfen.
Symptome:
Schnupfen macht sich beim Vogel durch häufiges Niesen bemerkbar. Ausfluß aus einem oder beiden Nasenlöchern, der entweder flüssig und klar, oder zähflüssig und weißlich-eitrig, sind weitere Symptome der Krankheit. Es kann auch zu Atemnot kommen, wenn beide Nasenlöcher verstopft sind. Dies macht sich dann durch Schwanzwippen und Backenblasen bemerkbar.
Behandlung:
Rotlichtbestrahlung (15 - 20 min) und Inhalation mit Kamillenblüten (Tee) können täglich durchgeführt werden |
| Sohlengeschwür - - Bumble foot |
Ursache:
Wenn zu harte oder gleichförmige Sitzstangen verwendet werden, wird der Fuß des Vogels ständig in den Gelenken belastet. Genauso spielt zu wenig Bewegung und zu gutes Futter eine wichtige Rolle.
Symptome:
Ein Zeichen für Schmerzen äußert der Vogel, indem er ständig von einem Fuß auf den anderen hüpft, bzw. den kranken Fuß schont. Äußerlich sind Schwellungen und Rötungen der Fußunterseite bis hin zum Mittelfußwurzelgelenk zu sehen.
Behandlung:
Zunächst sollten alle zu harten und gleichmäßigen Sitzstangen durch Naturholz (Obst, Nußbaum...usw.) ausgetauscht werden. Grundsätzlich ist auch auf die Verwendung von mit Schmirgelpapier umgebenen Plastikstangen zu verzichten! Sind bereits Geschwüre aufgetreten, kann versucht werden, diese durch Massage mit Vaseline oder Fett zu behandeln. Im fortgeschrittenem Stadium wird der Tierarzt Salbenverbände anlegen und Antibiotika verordnen.
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| Spulwurmbefall |
Ursache:
Erkrankte Tiere scheiden mit dem Kot die Spulwurmeier aus, womit die Infektionsgefahr für andere Vögel im Schwarm erhöht ist.
Symptome:
Durch Darmverschluß kann es zu plötzlichen Todesfällen kommen. Der Wurmbefall ist im Kot und durch die Abmagerung des Vogels zu erkennen. Es kann während der Therapie zu zentralnervösen Symptomen kommen, die Lähmungen führen können.
Behandlung:
Die Therapie erfolgt mit einem Antiparasitikum, wobei alle Tiere eines Schwarmes zu behandeln sind. Die Therapie muß nach 3 - 4 Wochen wiederholt werden, damit auch die Larven im Körper der Vögel vernichtet werden |
| Trichomonadenbefall - - Trichomoniasis |
Ursache:
Die Übertragung erfolgt meist durch Füttern der Jungtiere oder über das Trinkwasser.
Symptome:
Es kommt zu gelblich-käsigem Belag im Schnabel und Rachenhöhle, ähnlich wie bei einer Mandelvereiterung beim Menschen. Der Vogel kann unter Umständen sogar das Futter verweigern, bekommt hin und wieder Durchfall. Im schlimmsten Fall können Trichomonaden zum Tod des Vogels führen
Behandlung:
Antibiotika oder andere Medikamente zum Eingeben werden vom Tierarzt verordnet.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das CheviCol über das Trinkwasser gereicht, zur schnellen Heilung der Wellensittiche führt.
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| Grabmilben (Räudemilben) / Schnabelräude |
Am häufigsten werden Wellensittiche von Grabmilben befallen. Diese Grabmilben sind etwa 0,4 mm lang und deshalb für das bloße Auge nicht erkennbar. Sie werden von den Elternvögel auf die Küken übertragen; eine Übertragung von einem erwachsenen Vogel auf einen anderen ausgewachsenen Sittich ist unwahrscheinlich Die sogenannten Schnabelräude bricht oft zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat bei einem Sittich aus.
Bei einem guten Immunsystem können die Milben reaktionslos in der Haut liegen. Bei Stress oder Krankheit können sich die Milben plötzlich vermehren, so dass auch noch in späteren Jahren die Schnabelräude auftreten kann.
Die Milben graben sich in das Schnabelhorn und der Wachshaut ein, bei schwerem Befall auch an den Füßen, den Augenlidringen und der Kloakenumgebung. Grabmilben graben winzige Röhren in das Schnabelhorn und in verhornte Hautpartien der Wellensittiche und ernähren sich von den Körperzellen ihres unfreiwilligen Wirtstieres. Sie leben vom Keratin und bilden mit den Ausscheidungen der Milben eine graubraune Kruste, die mitwinzigen Löchern durchsetzt ist. Der Wellensittich verspürt ein Juckreiz.
Häufig treten auch Wucherungen und Auswüchse am Schnabelhorn auf. Oft beginnt die Schnabelräude von den beiden Schnabelwinkeln aus. Danach befallen die Milben den Ober- und Unterschnabel. Mit der Zeit bröckeln die Beläge ab und darunter erkennt man deutlich den von den Milben verursachten porösen Schnabel. Wenn der Schnabel jedoch zu stark durchbohrt wird, kann er leicht abbrechen. Danach befallen sie den Bereich um die Kloake, die Beine und die Augengegend.
Behandelt wird der Vogel durch Einreiben der betroffenen Stellen mit Paraffinöl, Vaseline (oder auch Speiseöl). Die Behandlung sollte zwei bis vier Wochen dauern, auch wenn die Beläge in der Regel bereits nach wenigen Tagen abfallen. Das Öl erstickt die Milben, da sich ein feiner Ölfilm über die Öffnungen der Bohrgänge legt.
Ist der Sittich an den Augen oder übermäßig stark mit den Parasiten befallen, sollte man einem Tierarzt zu Rate ziehen. Mit speziellen Lösungen weicht er die Borken auf und löst sie ab. Die Krusten enthalten Milben und Eier und müssen sorgfältig vernichtet werden. Mit Paraffinöl werden die betroffenen Hautstellen eingepinselt, um die Bohrgänge der Milben zu verstopfen. Dadurch ersticken die meisten Milben.
Die betroffenen Stellen müssen vom Tierbesitzer weiterbehandelt werden, indem er sie täglich mit einer milbenabtötenden Flüssigkeit betupft. Das Milbenmittel gelangt in das Blut des Wellensittichs und bekämpft auf diesen Weg die Milben. Scheue Vögel, die nicht täglich gefangen werden können, erhalten ein Präparat, das in größeren Zeitabständen auf den Nacken aufgetropft wird. Es verteilt sich dann in der Haut und lässt die noch vorhandenen Milben nach und nach absterben.
Grabmilben sind für den Menschen ungefährlich.
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| Haarwürmer |
Wellensittiche in Außenvolieren können Haarwürmer aufnehmen. Die Würmer bohren sich in die Schleimhaut von Darm und Kropf und vermehren sich dort. Folge sind Apathie, Abmagerung und Durchfall, jedoch verläuft die Krankheit selten tödlich. Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten vom Tierarzt. Bei einem Befall sollte später der Boden erneuert werden.
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